Vatertag

Vatertag

Autor: Burkhard R. Knipping

Viele Männer sagen, dass die Geburt ihrer Kinder der eindrücklichste Moment in ihrem Leben war. In der Geburt ihrer Kinder wird Männern ihre männliche Schaffenskraft deutlich wie sonst nie; denn jedes Kind ist eine neue Gestalt des Lebens. Jeder Mann, der für ein Kind sorgt, erlebt wie viel Leben in diesem Menschen ist.

Durch das Kind zum Vater geworden

Außerdem erleben Männer durch die Geburt ihres Kindes oder durch die rechtliche Annahme eines Kindes als ihr eigenes eine Verwandlung: Sie werden von ihrem Kleinen zum Vater gemacht. Das Kind gibt ihnen eine neue gesellschaftliche Stellung – die des Vaters –, und sie erhalten von ihrem Kind eine bedeutsame Aufgabe: „Vater, sei Du bist für mich da!“ Das „Ja“ der Väter gilt lebenslang, und es bedeutet: „Durch Dich werde ich auf besondere Weise Ich.“

 

Durch das „für dich“ und das „durch dich“ wird Vaterschaft zu einer geistlichen Übung: Wie die Nächstenliebe es wünscht, so orientiert sich väterliches Handeln am Lebenswohl und -glück des Kindes.

Gemeinsam ins Leben eintauchen

Das Lebenswohl des Kindes / der Kinder ist auch für die Väter ein Glück: Mit dem gemeinsamen Spielen, den gemeinsamen Unternehmungen, dem Sport, bei den Hausaufgaben, der Zusammenarbeit im Haushalt und mit vielerlei Werkarbeiten erleben Väter und Kinder viel Freude und tauchen sie in das große Leben ein. Dabei spüren Väter und Kinder etwas von Gott, der der Lebendige und der Schöpfer des Lebens ist.

Wunderbare Gegenspieler für den Alltag

Väter haben zudem das Glück, mit den Kindern jüngere Gegenüber zu haben, die auch wunderbare Gegenspieler sind: Gegenspieler, die einen ärgern und oft zur Verzweiflung bringen; die gern blitzgescheite Widerworte geben, die Vater sich merkt; die, den Vater jeden Tag an Ordnung halten, Disziplin, Mitarbeiten im Familienhaushalt und an Leistung erinnern. Und daran, dass das Leben nicht nur Zuckerschlecken ist! Und es ist gut, auch diese schwere, nervende und ebenfalls von Gott gegebene Lebensdimension als Vater zu erleben – gemeinsam mit den Kindern.

Lebensbegleiter

Vater sein hat eine große Perspektive: „Ich darf Dich, mein Kind, begleiten, damit Du in Dein Leben findest. Ich bin gefragt, Dich zu unterstützen, damit Du Vertrauen, Hoffnung und Liebe entwickelst und zu glauben vermagst.“ Und Vaterschaft hat eine privilegierte Hoffnung: „Von mir, Deinem Vater, bleibt etwas (wenngleich Unvollendetes) bei Dir, wenn ich nach meinen Tod auf den Himmel warte.“

 

Also Männer, das sind gute Gründe

um auf Vaterschaftstour zu gehen.

 


 

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