Erzbistum Köln – Präses Rekowski und Kardinal Woelki – neue Schöpfung

29. November 2020 Newsdesk/rb

Köln. In ökumenischer Gemeinschaft haben der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland Manfred Rekowski und der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki am 28. November in der Kölner Kirche Sankt Aposteln mit einer gemeinsamen Vesper den Advent eröffnet. 

Auch wenn die traditionelle Adventsvesper in diesem Jahr unter besonderen Bedingungen abgehalten werden musste, tat das der Feierlichkeit keinen Abbruch. 

Mit Bezug auf die Lesung aus dem Römerbrief betonten Kardinal Woelki und Präses Rekowski in ihren Ansprachen in besonderer Weise, dass mit den Menschen auch die ganze Schöpfung in Erwartung des Kommens Gottes steht. Der Kölner Erzbischof betonte, wie das Warten der Christen auf die neue Schöpfung, die „von der Knechtschaft der Vergänglichkeit befreit wird zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes“ (Röm 8, 21) zu einer aktiven Übernahme von Verantwortung für die Schöpfung werden kann. Auch das Warten und Erwarten der Einheit der Kirche als dem Ziel aller ökumenischen Bemühungen, kann durch das gemeinsame Gebet zu einem Weg werden, diesem Ziel näher zu kommen.

Auch Präses Rekowski betonte die Bedeutung der Erwartung einer neuen Schöpfung und bezeichnete den Menschen als „Gottes Stellvertreter in der Nutzung und Bewahrung der Welt“. Warten, so Rekowski, sei geradezu das Gegenteil von Kapitulation, sondern eine Haltung und Einstellung, die darauf ausgerichtet ist, dass sich etwas verändert.

Mit Kardinal Woelki und Präses Rekowski feierten auch Erzpriester Radu Constantin Miron, Referent für Ökumene der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland, sowie Pfarrer Harald Pieneck, Pfarrerin Susanne Beuth und Landeskirchenrat Pfarrer Markus Thomas Schaefer die Andacht mit. Stimmungsvoll führte die Schola von Sankt Aposteln Cappella Vocale St. Aposteln unter der Leitung von Vincent Heitzer und Meik Impekoven an der Orgel auch musikalisch in die Adventszeit ein.

Zum Abschluss würdigte Kardinal Woelki die gute ökumenische Zusammenarbeit mit Präses Rekowski, der im nächsten Jahr in den Ruhestand geht, weshalb dies die letzte gemeinsame Vesper in dieser Konstellation war.