Erzbistum Köln - Diakonenweihe - Weihbischof Steinhäuser

17. Juni 2019 Schoon

Köln. Ein weiteres Stück auf ihrem persönlichen Berufungsweg sind am Dreifaltigkeitssonntag (16. Juni) Markus Höfer, Benedikt Kellermann, Paolo Radi, Matthias Stahl und Johannes Heinrich Winkeler gegangen: Die fünf Männer aus den Priesterseminaren des Erzbistums Köln wurden durch Weihbischof Rolf Steinhäuser in Düsseldorf-Kaiserswerth zu Diakonen geweiht.

Während des festlichen Gottesdienstes in der Basilika St. Suitbertus, an dem auch die Familien der Weihekandidaten sowie zahlreiche Gäste aus den Heimatgemeinden teilnahmen, traten die Männer mit den Worten „Hier bin ich!“ vor den Weihbischof, die anwesenden Geistlichen und die Gemeinde. Mit diesem persönlichen „Ja“ erklärten sie auch ihre Bereitschaft, den Glauben in Wort und Tat zu verkünden, Armen und Kranken beizustehen sowie ein eheloses Leben zu führen.  

Weihbischof Steinhäuser dankte den Weihekandidaten dafür, sich für die Kirche in Dienst nehmen zu lassen. „Als Diakone sollen Sie, erfüllt vom Heiligen Geist, Christus immer ähnlicher werden und Gott ihr Leben als Zeugnis darbringen für unsere ganze heilige Kirche“, legte ihnen Steinhäuser dar. Diese Bereitschaft sei allerdings in Zeiten sinkenden Gottesdienstbesuchs, von aufgedeckten Missbrauchsfällen und zunehmend kirchenkritischen Positionen in Medien und Gesellschaft keine Selbstverständlichkeit. Trotz schwieriger Zeiten würden sich die Männer dennoch aus freiem Entschluss an die Kirche binden wollen, weil sie sich wirklich berufen fühlten, sagte Steinhäuser. So berichtete der Weihbischof von Gesprächen, die er vorher mit den Kandidaten geführt habe. „Ich bin hier, weil ich Jesus Christus begegnet bin und davon erzählen möchte“, „Gott ruft mich, er hat einen Plan mit mir, ich darf und soll glücklich werden“ und „Ich möchte den einzelnen Menschen in den Mittelpunkt stellen, der von Gott geliebt ist“: Diese und weitere Aussagen der Weihekandidaten seien Bekenntnisse, die in der Situation der Kirche heute viel Mut machen würden, erklärte Steinhäuser.

Nach der Allerheiligenlitanei, zu der sich die Weihekandidaten als Zeichen der Demut auf den Boden legten, empfingen die fünf Männer durch Handauflegung und Gebet die Weihe. Nachdem sie mit den liturgischen Gewändern eingekleidet wurden, überreichte der Weihbischof den Neudiakonen das Evangeliar, das für den Verkündigungsdienst steht. Während der Kommunionfeier traten sie hinter den Altar, an dem Johannes Heinrich Winkeler, stellvertretend für seine Mitbrüder, das erste Mal als Diakon bei der Bereitung der Gaben assistierte.

Mit einem Dankfest auf dem Stifts-Platz vor der Basilika, das auch von der örtlichen Pfarreiengemeinschaft Angerland-Kaiserswerth mitorganisiert wurde, klang die Diakonenweihe des Erzbistums Köln mit vielerlei Segenswünschen, kulinarischen Spezialitäten und Jazz-Musik aus.