Kunst für angehende Erzieher

Erzbischöfliche Berufskolleg Neuss
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Erzbischöfliche Berufskolleg Neuss Clemens-Sels-Museum Kunst für angehende Erzieher

Clemens-Sels-Museum
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Clemens-Sels-Museum Erzbischöfliche Berufskolleg Neuss Kunst für angehende Erzieher

Kunst für angehende Erzieher

Crlemens-Sels-Museum

NGZ | Neuss Das Clemens-Sels-Museum und das Erzbischöfliche Berufskolleg Neuss, Abteilung Marienhaus, arbeiten seit Jahren zusammen. Jetzt haben sie ihre Kooperation auch vertraglich festgehalten.

Mit einer Vertragsunterschrift haben das Clemens-Sels-Museum und das Erzbischöfliche Berufskolleg Marienhaus jetzt ihre Zusammenarbeit bestätigt. „Der Kooperationsvertrag ist nicht der Start des gemeinsamen Arbeitens, sondern die Konstitution dessen, was wir bereits seit einigen Jahren tun“, sagt Museumsdirektorin Uta Husmeier-Schirlitz.

Seit 2017 wollen beide Institutionen angehende Erzieher an Kunst und Museumspädagogik heranführen.

Seit 2017 wollen beide Institutionen angehende Erzieher an Kunst und Museumspädagogik heranführen. Dafür arbeiten Inga Lisa Rybinski vom Museum und Ingrid Tüshaus, Kunstlehrerin am Berufskolleg, eng zusammen. In gemeinsamen Führungen werden den Berufskolleg-Schüler das Museum im Ganzen und die pädagogischen Angebote vor Ort im Speziellen nähergebracht. „Ich führe immer eines unserer Konzepte mit den Schülern durch und zwar so, als würden kleine Kinder vor mir stehen“, sagt Rybinski. „Auch die jugendliche Generation hat da Spaß dran und die angehenden Erzieher bekommen so mit, was man hier machen kann.“ Ergänzt wird sie dabei von Ingrid Tüshaus, die ihre Schüler auf Anknüpfungspunkte zu Unterrichtsinhalten hinweist. So werde Theorie mit Praxis verknüpft. Außerdem hätten angehende Erzieher oft Hemmungen, sich mit Kunst zu beschäftigen, sagt Ingrid Tüshaus. „Die können durch die eigene Auseinandersetzung mit dem Thema überwunden werden.“

Schulleiterin Gerda-Maria Himmels betont die Bedeutung von ästhetischer Bildung

Die Zusammenarbeit sei wichtig, um ästhetische Bildung früh verankern zu können, erklärt Uta Husmeier-Schirlitz. Denn dafür brauche es pädagogische Fachkräfte, die ein Interesse für Kunst vermitteln können. Das diene dazu, Kunstunterricht – auch im Kita-Alter – „direkt vor den Objekten durchzuführen“ und Kunstwerke als Impulsgeber für Kreativität zu verankern, so Husmeier-Schirlitz. Ihr sei es wichtig, die Bedeutung von ästhetischer Bildung auch für die Persönlichkeitsentwicklung zu betonen. Das sei einer von zehn Bereichen für den Elementar- und Primarbereich, der in den Bildungsgrundsätzen von Nordrhein-Westfahlen formuliert ist. „Mit unserer Zusammenarbeit mit dem Berufskolleg erzielen wir eine große Wirkung.“

 

Auch Gerda-Maria Himmels, Schulleiterin des Erzbischöflichen Berufskollegs, betont die Bedeutung von ästhetischer Bildung: „Kreativität wird in Zukunft eine Schlüsselqualifikation auf dem Arbeitsmarkt sein.“ Deswegen sollen Kinder in diesem Bereich gefördert werden. Um die Voraussetzungen dafür im Fachpersonal zu erweitern, kann sich Himmels eine Ausweitung der Kooperation mit dem Museum vorstellen: „Vielleicht lässt sich perspektivisch eine museumspädagogische Zusatzqualifizierung für unsere Erzieher entwickeln, was ein weiteres Qualitätsmerkmal für unsere Ausbildung wäre.“ Eine solche Zusatzqualifizierung gebe es in anderen Teilen Deutschlands bereits für Lehrkräfte. Auch Husmeier-Schirlitz kann sich eine solche Ausweitung der gemeinsamen Arbeit vorstellen.

Von Carolin Streckmann NGZ